Eine medizinische Arbeit wird zuerst an ihrer Methode gemessen. Viele Fakultäten prüfen in einem ersten Durchgang die formalen Pflichtpunkte, bevor sie den Inhalt bewerten, und an einer Fakultät geht eine Arbeit, der ein Pflichtpunkt fehlt, zur Ergänzung zurück. Unsere Arbeit beginnt deshalb mit der Wegleitung Ihrer Fakultät und dem Studiendesign.
Aufbau und Berichtsleitlinie nach Studiendesign
Die Medizin kennt mehr Arbeitsformen als die Laborarbeit. Je nach Fakultät sind auch Fallstudien zugelassen, etwa zu einem medizinischen Fehler oder einem ethischen Dilemma. Manche Wegleitungen akzeptieren sogar eine Medienarbeit, zum Beispiel ein E-Learning-Modul oder ein Projekt zur Telemedizin. Jede dieser Formen stellt eigene Anforderungen an Methode und Darstellung.
Zu jedem Studiendesign gehört eine Berichtsleitlinie, also eine Checkliste, die festlegt, welche Angaben ein Bericht enthalten muss. Betreuungspersonen lesen eine Arbeit oft mit dieser Checkliste daneben. Unsere Fachperson ordnet Ihre Arbeit deshalb vor dem Schreiben einer Leitlinie zu und arbeitet deren Punkte Kapitel für Kapitel ab.
| Arbeitsform | Berichtsleitlinie | Darauf achtet die Begutachtung |
| Randomisierte kontrollierte Studie | CONSORT 2025 | Flussdiagramm der Teilnehmenden, vorab festgelegter Endpunkt |
| Beobachtungsstudie | STROBE | Umgang mit Störfaktoren und fehlenden Daten |
| Systematischer Review, Metaanalyse | PRISMA 2020 | Suchstrategie je Datenbank, Bewertung des Verzerrungsrisikos |
| Fallbericht | CARE | Zeitachse des Verlaufs, Einwilligung der betroffenen Person |
| Qualitative Interviewstudie | COREQ oder SRQR | Interviewleitfaden, Rolle der forschenden Person |
| Diagnostische Studie | STARD | Referenzstandard, Sensitivität und Spezifität |
CONSORT wurde 2025 überarbeitet und umfasst nun 30 Punkte, darunter einen neuen Abschnitt zu Open Science. Die Fassung von 2010 gilt seither als ersetzt. Nennt eine ältere Wegleitung noch die frühere Version, sprechen wir mit Ihnen ab, welche Fassung Ihre Arbeit verwendet.
Ethikbewilligung vor dem ersten Datensatz
Forschung mit Personen oder mit ihren gesundheitsbezogenen Daten fällt in der Schweiz unter das Humanforschungsgesetz (HFG). Ein solches Projekt muss vor Beginn von der zuständigen kantonalen Ethikkommission beurteilt werden, das Gesuch läuft über das Portal BASEC. Teilnehmende geben grundsätzlich vorgängig ihre schriftliche Einwilligung.
Ist unklar, ob das Gesetz greift, kann die Projektleitung eine Zuständigkeitsabklärung einreichen, eine formelle Anfrage an die Ethikkommission. Werden ausschliesslich anonymisierte Daten ausgewertet, liegt ein Projekt in der Regel ausserhalb des HFG. Der General Consent eines Spitals deckt die codierte Weiterverwendung von Routinedaten, eine aktive Studienteilnahme braucht eine eigene Einwilligung.
Vorsicht
An mehreren Fakultäten klärt die Betreuungsperson, ob eine Bewilligung nötig ist, und holt sie bei Bedarf ein. Die Wartezeit trifft trotzdem Sie, weil die Abgabefrist bleibt. In Befragungen nennen Betreuungspersonen Verzögerungen bei Ethikprüfung und Datenerhebung als wiederkehrendes Hindernis.
Unsere Fachperson plant den Zeitplan deshalb ab dem Bewilligungsdatum. Bis die Daten freigegeben sind, entstehen Einleitung und Methodenkapitel auf Basis des Protokolls nach den Vorlagen von swissethics. Seit November 2024 gelten revidierte Verordnungen zur Humanforschung, die wir in der Methodenbeschreibung berücksichtigen.
Betreute Arbeiten aus Klinik und Forschung
Je nach Teilgebiet arbeitet eine medizinische Arbeit mit anderen Daten und Methoden. Eine onkologische Arbeit stützt sich oft auf Registerdaten und Überlebensanalysen, eine immunologische auf Laborwerte aus der Durchflusszytometrie. Deshalb ordnen wir Ihre Arbeit einer Fachperson aus genau diesem Bereich zu.
Die Übersicht zeigt Teilgebiete, in denen wir Arbeiten betreut haben, jeweils mit einer typischen Fragestellung. Die Themen ähneln denen, die medizinische Institute für Masterarbeiten ausschreiben, und reichen von der Laborbank bis zur Notfallstation. Jede Zeile steht für einen Bereich, in dem Fachpersonen aus unserem Netzwerk Erfahrung mitbringen.
| Teilgebiet | Typische Fragestellung |
| Onkologie | Wie verändert sich das bedingte Überleben beim Kolorektalkarzinom nach Stadium? |
| Kardiologie | Welche Faktoren sagen eine erneute Hospitalisation nach Herzinsuffizienz voraus? |
| Notfallmedizin | Wie zuverlässig erkennt ein Frühwarnscore eine Sepsis auf der Notfallstation? |
| Pädiatrie | Welche Komplikationen treten nach CAR-T-Zell-Therapie bei Kindern auf? |
| Immunologie | Welche Rolle spielen eosinophile Granulozyten bei entzündlichen Darmerkrankungen? |
| Public Health | Wie hat sich die HPV-Impfquote bei Jugendlichen verändert? |
| Patientensicherheit | Welche Faktoren haben zu einem Medikationsfehler beigetragen? |
| Medizinische Bildung | Verbessert ein E-Learning-Modul die Sicherheit im Notfallultraschall? |
Liegt Ihr Thema in einem anderen Gebiet, etwa in der Dermatologie oder der Rechtsmedizin, suchen wir eine Fachperson mit passendem Hintergrund. In der Offerte steht, welche Erfahrung sie mitbringt. Dasselbe gilt für Themen an der Grenze zur Pflege oder zur Gesundheitsökonomie.
Zitierstil und Umfang je nach Fakultät
Medizinische Arbeiten zitieren meist mit Nummern im Text nach dem Vancouver-Stil. Manche Fakultäten verlangen ihn, andere akzeptieren auch Harvard mit Autor und Jahr. Ein späterer Wechsel bedeutet, jede Referenz im Text neu zu setzen, deshalb legen wir den Stil vor dem ersten Kapitel fest.
Auch der Umfang schwankt stark. Eine Fakultät begrenzt den Haupttext auf weniger als 3’500 Wörter ohne Abstract und Literatur, eine andere sieht für die Monografie 3’000 bis 12’000 Wörter vor. Wir richten Gliederung und Tiefe nach der Wortgrenze, die Ihre Wegleitung nennt.
Gut zu wissen
Manche Wegleitungen verlangen, dass Sie Ihren eigenen Beitrag ausweisen. Gemeint ist, welche Teile der Datenerhebung oder Auswertung Sie selbst geleistet haben und welche andere Personen im Projekt. Arbeiten Sie in einer Forschungsgruppe, gehört diese Abgrenzung in jede Fassung.
Die Literatur verwalten wir in Programmen wie EndNote oder Zotero, mit dem Zitierstil, den Ihre Fakultät bereitstellt. So bleibt die Nummerierung korrekt, wenn ein Absatz verschoben wird. Die Bibliotheksdatei erhalten Sie mit der Arbeit. Spätere Korrekturen Ihrer Betreuungsperson lassen sich damit ohne neue Nummerierung einarbeiten.
Dr. med. meist als kumulative Dissertation
Die Dissertation zum Dr. med. ist in der Schweiz ein eigener Schritt neben oder nach dem Studium. Die Masterarbeit ersetzt sie nicht, kann aber ihre Grundlage bilden. Mehrere Fakultäten verlangen eine kumulative Dissertation, also eine Arbeit, die auf mindestens einer Publikation in einer begutachteten Fachzeitschrift aufbaut, je nach Fakultät mit Erst- oder Zweitautorschaft.
Die Suche nach einem Medizin Dissertation Ghostwriter beginnt bei uns oft während der Assistenzzeit, wenn Dienstpläne kaum Raum für Forschung lassen. Der Dr. med. ist keine Voraussetzung für den Facharzttitel. In vielen Laufbahnen zählt er dennoch, und viele möchten ihn abschliessen, solange die Daten aktuell sind.
- Rahmentext mit Einleitung und übergreifender Diskussion der Publikationen
- Statistische Auswertung mit kommentierter Syntax
- Lektorat des Manuskripts nach den Autorenrichtlinien der Zeitschrift
- Entwurf des Antwortschreibens auf Gutachterkommentare
- Darstellung des eigenen Beitrags zu jeder Publikation
Nach öffentlichen Debatten über sehr dünne medizinische Doktorarbeiten betonen Schweizer Fakultäten, dass auch der Dr. med. eine substanzielle Eigenleistung verlangt. Die Fachperson plant Ihre Dissertation deshalb von Anfang an mit Blick auf die geforderte Publikation. Ein systematischer Review mit Metaanalyse kann dabei ebenso zu einer Publikation führen wie eine eigene klinische Studie.