Kann man eine Diplomarbeit zu zweit schreiben?

✨ Das Wichtigste in Kürze

Viele Berufstätige fragen sich, ob sie ihre Diplomarbeit zu zweit verfassen dürfen – eine Option, die an Schweizer Hochschulen grundsätzlich zulässig, aber klar reglementiert ist. Tandemarbeiten versprechen Effizienz und Motivation, erfordern aber präzise Planung, dokumentierte Rollenverteilung und Transparenz gegenüber Prüfern.

1️⃣ Ja, gemeinsame Diplomarbeiten sind erlaubt, sofern beide Autor:innen eine klar trennbare Eigenleistung vorweisen. Hochschulen wie FHNW, ZHAW oder UZH verlangen meist rund ein Drittel mehr Umfang pro Person sowie eine Kapitelzuordnung nach Autor. Fehlende Transparenz kann zur formalen Rückweisung führen.

2️⃣ Der Erfolg hängt von Organisation und Dokumentation ab. Tools wie CRediT-Logs, Arbeitstagebücher und digitale Boards (z. B. Notion, Trello) sichern Nachvollziehbarkeit und verhindern Konflikte. Teams, die ihre Stärken früh definieren, erreichen laut SwissWrite-Erfahrung ihre Meilensteine schneller und mit weniger Pufferzeit.

3️⃣ Bewertung und Kolloquium bleiben individuell. Jede Person erhält eine eigene Teilnote, basierend auf eindeutig zugeordneten Kapiteln und einer separaten Reflexion. Beim Kolloquium gilt das 50/50-Prinzip – faire Redeanteile sind Pflicht, um Gleichwertigkeit zu gewährleisten.

4️⃣ Rechtlich gilt gemeinsame Autorschaft, d. h. beide verfügen gemeinsam über Urheberrechte und müssen jede Veröffentlichung abstimmen. Plagiats- und Datenschutzregeln sind streng: Originalquellen sichern, Zitate mit Seitenzahl belegen und sensible Daten anonymisieren.

5️⃣ Ein Notfallplan schützt vor Eskalation. Studienordnungen sehen Optionen für Fristverlängerungen, Partnerausstieg oder Einzelabschluss vor. Frühzeitige Mediation und klare Log-Dokumentation gelten als best practice.

Für die Praxis bedeutet das: Wer eine Diplomarbeit im Duo plant, sollte sie wie ein professionelles Projekt führen – mit klaren Verantwortlichkeiten, sauberer Beweisführung und verbindlicher Kommunikation. Richtig umgesetzt, bietet das Tandemmodell nicht nur Entlastung, sondern auch messbar höhere Qualität und Bewertungssicherheit.

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Maximilian Fuchs, M. Sc.

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Inhaltsverzeichnis

Eine Diplomarbeit gemeinsam mit einem Partner zu verfassen, wirkt für viele Berufstätige auf den ersten Blick wie ein Befreiungsschlag: geteilte Recherche, doppelte Motivation, halber Zeitdruck. Die zentrale Frage lautet jedoch: Kann man eine Diplomarbeit zu zweit schreiben? – und wenn ja, unter welchen Bedingungen und mit welchen Konsequenzen für Umfang, Bewertung und akademische Integrität. In diesem ersten Abschnitt erhalten Sie einen Überblick über die rechtlichen Grundlagen an Schweizer Hochschulen, die Rollen der beteiligten Akteure sowie die Kriterien, anhand derer zwischen Einzel- und Teamleistung unterschieden wird.

Schweizer Hochschulreglemente: Wann ist eine Diplomarbeit zu zweit zulässig?

Die gute Nachricht vorweg: Die überwiegende Mehrheit der Schweizer Hochschulen erlaubt Tandem-Arbeiten – allerdings nur unter klar definierten Auflagen. Darin zeigen sich drei gemeinsame Nenner:

  • Transparenz über individuelle Beiträge
  • Nachvollziehbarkeit der Bewertung
  • Erweiterter Umfang gegenüber Einzelarbeiten

Typische Vorgaben von Kalaidos, FHNW, ZHAW, UZH & Co.

Obwohl die einzelnen Studienordnungen terminologische Unterschiede aufweisen, ähneln sich die Kernaussagen stark. Ein häufig anzutreffendes Modell lautet:

Typische Vorgaben zur Diplomarbeit im Vergleich Einzelarbeit / Zweier-Team
Reglementspunkte Einzelarbeit Zweier-Team
Minimaler Zeichen-/Seitenumfang Basiswert gemäss Modulbeschreibung Basiswert + ca. ein Drittel zusätzlicher Text pro Autor
Verantwortung 100 % beim Verfasser Klare Zuordnung der Kapitel zu den Autoren
Bewertung Gesamtnote = Autorenleistung Getrennte Teilnoten + Gesamturteil

So verlangt ein Reglement etwa, dass bei einer Tandemarbeit zusätzliche 40 000 bis 50 000 Zeichen pro Person eingereicht werden müssen und dass die einzelnen Kapitel mit den Namen der verantwortlichen Autoren gekennzeichnet sind. Dieser Passus findet sich exemplarisch in den öffentlich zugänglichen FAQ einer Schweizer Pädagogischen Hochschule, die Gruppenarbeiten ausdrücklich zulässt, sofern die individuellen Anteile „klar ersichtlich“ bleiben. Ähnliche Formulierungen tauchen in diversen Wegleitungen anderer Institutionen auf – selbst wenn sie dort in PDF-Merkblättern versteckt sind.

Wichtig für Berufstätige: Viele Prüfungsordnungen schreiben vor, dass bereits in der Themenanmeldung offengelegt wird, wer welches Kapitel bearbeitet. Ändert sich die Aufgabenteilung später, müssen Sie ein Ergänzungsformular nachreichen. Wer das übersieht, riskiert eine formale Rückweisung noch vor der Bewertung.

Zuständigkeiten: Betreuer, Prüfungsausschuss, Studienordnung

Selbst wenn die Studienordnung Tandemarbeiten grundsätzlich zulässt, bleibt der betreuende Dozent die entscheidende Instanz. Seine Zustimmung ist zwingend, weil er sicherstellen muss, dass

  • das Thema sich sinnvoll in zwei klar trennbare Teilaufgaben aufteilen lässt,
  • beide Studenten den vollen Kompetenzerwerb nachweisen können, und
  • keine „Mitläufer-Rolle“ entsteht.

Erst danach prüft der Prüfungsausschuss, ob formale Kriterien – beispielsweise das Anmeldeformular für Gemeinschaftsarbeiten – korrekt ausgefüllt wurden. Studienordnungen betonen in der Regel, dass die Verantwortung für einen fairen Arbeitsprozess primär beim Team liegt. Kommt es zu Konflikten, wird der Ausschuss erst aktiv, wenn alle inneren Streitbeilegungsmechanismen ausgeschöpft sind.

Einzel- versus Gruppenleistung: Kriterien für die Abgrenzung

Warum legen Reglemente so grossen Wert auf getrennt bewertbare Leistungen? Die Antwort liefert der Kodex zur wissenschaftlichen Integrität von SwissUniversities: Wissenschaft verlangt Zuordenbarkeit von Autorschaft, um Verantwortung und Rechenschaft sicherzustellen. Daraus ergeben sich drei Prüfsteine, die Sie gleich zu Beginn Ihrer Planung abhaken sollten:

  • Eigenständiger Erkenntnisbeitrag – Jede Teilarbeit muss eine prüfbare Forschungsfrage und nachvollziehbare Methodik enthalten.
  • Methodenkompetenz beider Partner – Wer nur das Literaturkapitel schreibt und keinen empirischen Teil übernimmt, gefährdet die Gleichwertigkeit.
  • Trennscharfe Dokumentation – Mittels CRediT-Log oder Arbeitstagebuch (siehe nächstes Kapitel) muss ersichtlich sein, wer was beigetragen hat.
Unsere Erfahrung aus der SwissWrite-Praxis: Die Mehrheit der Nachfragen zu Tandemarbeiten entsteht, weil Kunden vor lauter Arbeitsbelastung erst sehr spät bemerken, dass der Prüfungsrahmen eine klare Trennung voraussetzt. Eine saubere Zuordnungs-Matrix gleich zu Beginn erspart Ihnen spätere Diskussionen mit dem Betreuer.

Die nachfolgende Abbildung fasst erneut die wichtigsten Kriterien zusammen, die für die Zulässigkeit von Tandem-Abschlussarbeiten erfüllt sein müssen.

Kreisdiagramm mit fünf Kriterien für Tandem-Abschlussarbeiten: Transparenz, Nachvollziehbarkeit, erweiterter Umfang, Betreuer­genehmigung und detaillierte Dokumentation individueller Beiträge.

Vorteile und Herausforderungen einer gemeinsamen Diplomarbeit

Eine Doppelarbeit kann ein echter Produktivitätsturbo sein – oder zum Minenfeld werden. In diesem Abschnitt beleuchten wir beide Seiten der Medaille und liefern praxisnahe Tipps, wie Sie die Pluspunkte ausschöpfen und typische Gefahren meistern.

Zeitgewinn, Motivation und inhaltliche Synergien

Wer berufsbegleitend studiert, weiss: Jede gesparte Stunde zählt doppelt. Ein Zweier-Team profitiert gleich mehrfach:

Nutzenfaktoren einer gemeinsamen Diplomarbeit
Nutzenfaktor Konkreter Effekt Wissenschaftlicher Hintergrund (mit anklickbaren Studien als Beleg)
Geteilte Recherche Literaturdatenbanken, Interviews und Fragebogen-Pilots lassen sich parallel erledigen Mehr kognitive Ressourcen erleichtern komplexe Probleme
Gegenseitige Motivation „Sozialer Vertrag“ senkt Prokrastinationsrisiko; Termine werden seltener verschoben Positive Interdependenz steigert Lernerfolg
Ergänzende Kompetenzen Statistik-Profi trifft Sprachakrobaten: qualitative und quantitative Stärken vereinen sich Heterogene Profile fördern Kollaboration
Info-Box: SwissWrite-Praxis
In unseren Projekten zeigt sich regelmässig: Teams, die ihre Stärken früh kartieren und sichtbar machen, erreichen spätere Meilensteine oft mit geringerem Puffer. Ein 15-Minuten-Kick-off mit einer einfachen Stärken-Matrix spart später viel Abstimmungszeit.

Mehr Abstimmungsbedarf: Kommunikation, Deadlines, Verantwortlichkeiten

Der grösste Nachteil eines Zweier-Projekts heisst Abstimmung. Ohne klare Regeln drohen Doppelarbeit oder Frust. Lehrpsychologische Leitfäden empfehlen daher gewisse Grundregeln, etwa 24-Stunden-Antwortpflicht auf Team-Nachrichten oder verbindliche Status-Calls. Bewährt haben sich drei Hebel:

  • Kommunikationskanal festlegen – Ein Hauptkanal (z. B. Teams-Chat) verhindert Zettelwirtschaft.
  • Synchronisationsritual einführen – Wöchentlicher 20-Minuten-Check-in vermeidet stillschweigende Abweichungen.
  • Transparente To-Do-Listen – Aufgaben und Fälligkeiten sollten in einem geteilten Board (Trello, Notion etc.) sichtbar sein.
Häufige Fehler und schnelle Lösungen bei Teamarbeiten
❌ Häufiger Fehler ✅ Schneller Fix
Nur „mündliche“ Absprachen Jede Vereinbarung sofort als Karte oder Kommentar protokollieren
Unklare Deadlines („Ende Monat“) Konkretes Datum + Uhrzeit in Kalender eintragen
Kapitel doppelt bearbeitet Verantwortlichen Namen direkt in Überschrift notieren

Erfahrungsberichte: Häufige Stolpersteine bei Zweier-Teams

Unsere Ghostwriting-Beratung sammelt fortlaufend Lessons Learned aus realen Tandem­projekten. Drei Stolpersteine tauchen besonders oft auf:

  • Ungleiche Arbeitslast – Wird früh nicht thematisiert, fühlt sich ein Partner schnell als „Motor“ und der andere als „Anhängsel“. Ein CRediT-Log (s. unten) macht Beiträge messbar und entschärft den Konflikt.
  • Methodische Kompetenzlücke – Häufig übernimmt nur einer die Statistik. Im Kolloquium müssen jedoch beide Fragen zum Datensatz beantworten können. Ein internes Mini-Colloquium zwei Wochen vor Abgabe wirkt Wunder.
  • Verdeckte Terminängste – Berufstätige verschweigen oft zusätzliche Projekt-Deadlines im Job. Eine ehrliche Roadmap mit allen relevanten Terminen verhindert Last-Minute-Chaos.
⚠️ WICHTIG: Falls Sie mit dem Gedanken spielen, Ihre Diplomarbeit schreiben zu lassen
Lesen Sie, wie SwissWrite Sie im gesamten Prozess begleitet, Stress spürbar reduziert und Ihnen mehr Zeit für andere Aufgaben verschafft, und besuchen Sie unsere Hauptseite zum Diplomarbeit schreiben lassen für weiterführende Einblicke.

Umfang, Struktur und Aufgabenteilung richtig planen

Damit die Frage „Kann man eine Diplomarbeit zu zweit schreiben?“ nicht am Umfang scheitert, braucht es ein belastbares Konzept für Seitenzahl, Kapitelzuordnung und Dokumentation der Autorenschaft.

Seitenzahl, Kapitelzuordnung und formale Nachweise

Reglemente fordern meist einen Aufschlag auf den Standardumfang – häufig rund ein Drittel Text pro zusätzlichem Autor. Prüfen Sie deshalb vor der Themenfreigabe:

  • Gibt es eine Tabellen- oder Zeichenangabe je Kandidat?
  • Muss jedes Kapitel eindeutig einer Person zuordenbar sein?
  • Ist ein gemeinsames Einleitungs- und Schlusskapitel erlaubt oder verlangt die Hochschule getrennte Reflexionen?

Eine einfache Kapitel-Matrix hilft bei der Planung:

Kapitel-Matrix zur Planung der Autorenanteile
Kapitel Autor A Autor B Gemeinsame Teile
Einleitung
Theorierahmen
Methodik
Ergebnisse
Diskussion
Fazit & Ausblick

Rollenverteilung per CRediT-Log oder Arbeitstagebuch festhalten

Die Contributor Role Taxonomy (CRediT) listet 14 Rollen von „Konzeption“ bis „Visualisierung“ und wurde 2022 als offizieller Standard angenommen. Wer jede Rolle pro Teammitglied abhakt, erhält einen transparenten Nachweis für den Prüfungsausschuss. Publikationsrichtlinien verweisen auf weniger Autorendispute und klarere Verantwortlichkeiten.

Mini-Checkliste 📋
☐ Zu Beginn Rollen verteilen und schriftlich bestätigen
☐ Zwischenstände im Arbeitstagebuch dokumentieren
☐ Bei Änderung der Zuständigkeit sofort Betreuer informieren

Projektmanagement-Tools und Meilensteine für Berufstätige

Digitale Boards erleichtern Übersicht und Rollenklarheit, insbesondere wenn beide Partner in Vollzeit arbeiten. Zwei bewährte Varianten:

Projektmanagement-Tools für Diplomarbeiten
Tool Stärken für Diplomarbeiten Typische Use-Cases
Trello Intuitives Kanban; Drag-and-Drop; Power-Ups für Kalender Task-Liste mit Review-Spalte, Abgabe-Countdown
Notion Kombiniert Text, Datenbanken und Timeline Kapitel-Wiki und Literaturdatenbank, Gantt-Plan
Before / After
Vergleich: Teamarbeit ohne und mit digitalem Board
Vor dem Board Nach dem Board
Status-Abfrage „Wie weit bist du?“ via Chat Farbcodierter Kartenstatus
Deadline-Erinnerung Kalender-Eintrag im Kopf Automatische Push-Benachrichtigung
Versionierung Word-Dateien v1-v9 Zentraler Seiten-Verlauf
Aus der SwissWrite-Praxis wissen wir: Wer Meilensteine von Beginn an rückwärts plant – also vom Abgabe­termin zum heutigen Tag – kann Pufferzeiten realistisch einschätzen. Besonders hilfreich ist ein „Gelb-Alarm“: Wenn eine Karte auf „in Bearbeitung“ länger als eine Woche steht, folgt automatisch ein Abstimmungs-Call.

Bewertung und Kolloquium: Wie wird jede Leistung einzeln benotet?

Die Frage „Kann man eine Diplomarbeit zu zweit schreiben?“ stellt sich spätestens dann erneut, wenn die Note im Raum steht. Schweizer Prüfungsordnungen verlangen, dass jeder Kandidat eine eigenständige, prüfbare Leistung ausweist – auch wenn die Arbeit als Gesamtpaket abgegeben wird.

Bewertungsraster und individuelle Note trotz Teamarbeit

Die meisten Fachbereiche arbeiten mit tabellarischen Bewertungsrastern, die Gewichtungen für Theorie, Methodik, Ergebnisse und Präsentation vorgeben. Beispielhaft nennt eine offizielle Wegleitung folgende Struktur: 90 % der Note entfallen auf die schriftliche Arbeit, 10 % auf die Präsentation; innerhalb der Arbeit wiederum werden Zielformulierung, Methodik, Analyse und Dokumentation einzeln gewichtet.

Damit jede Teilnote gerecht ausfällt, empfehlen Reglemente zwei Nachweise:

  1. Kapitelzuordnung in der Arbeit (z. B. Autorenkürzel in der Kopfzeile).
  2. Eigenständige Reflexion pro Autor in einem Anhänge-Kapitel.

Erst wenn beide Punkte vorliegen, kann der Betreuer Teilnoten vergeben und daraus die Gesamtnote errechnen.

Vorbereitung der Präsentation: Redeanteile fair aufteilen

Beim Kolloquium gilt das „50/50-Prinzip“: Jeder Autor präsentiert einen klar umrissenen Teil – häufig Empirie versus Diskussion – und beantwortet Fragen, die sein Kapitel betreffen. Probewertungen zeigen, dass Prüfer bei Tandems besonders aufmerksam auf Redeanteil und Fachsicherheit achten. Ein guter Richtwert ist eine Präsentation von insgesamt 20 Minuten, verteilt auf zwei mal 10 Minuten, gefolgt von einer gemeinsamen Fragerunde.

Umgang mit Fehlern und Überlappungen in der Endbewertung

Treten in einem Co-Kapitel Probleme auf (z. B. Zahlendreher in einer Tabelle), kann die Teilnote beider Autoren sinken, wenn die Verantwortlichkeiten nicht sauber dokumentiert sind. Darum plädieren Studienordnungen dafür, jedes Kapitel sowie alle Abbildungen eindeutig zuzuordnen. CRediT-Logs helfen, Nachvollziehbarkeit zu sichern; die 14 Rollen wurden 2022 als ANSI/NISO-Standard bestätigt.


Rechtliche und ethische Rahmenbedingungen in der Schweiz

Wer „Kann man eine Diplomarbeit zu zweit schreiben?“ mit Ja beantwortet, muss auch das juristische Terrain verstehen: Autorschaft, Plagiatsrisiken und Datenschutz.

Autorschaftsrichtlinien, Urheberrecht und wissenschaftliche Integrität

Das Schweizer Urheberrechtsgesetz hält fest, dass bei gemeinsamer Autorschaft die Rechte „allen Personen gemeinsam zustehen“ und jede Änderung der Nutzung die Zustimmung beider erfordert (Art. 7 des Federal Act on Copyright and Related Rights (URG)). Für Diplomandenteams bedeutet das:

  • Beide Autoren entscheiden gemeinsam über Publikation oder Sperrfrist.
  • Einseitige Weiterverwendung von Textteilen ist nur erlaubt, wenn die Beiträge eindeutig trennbar sind und der Partner zustimmt.

Schweizweite Empfehlungen zur wissenschaftlichen Integrität – herausgegeben von swissuniversities – verlangen ausserdem eine vollständige Transparenz über Beiträge und verurteilen Ghost-Autorschaft ausdrücklich.

Plagiats- und KI-Checks: Risiken minimieren, Datenschutz beachten

Hochschulen setzen inzwischen systematisch auf Plagiatsscanner. Ein aktuelles Beispiel ist die Einführung von Turnitin Similarity, welche an einer Zürcher Hochschule aber ausschliesslich Dozenten vorbehalten ist (ETH Library News, 22.07.2024). Andere Einrichtungen begrenzen den Einsatz ebenfalls oder verzichten auf den optionalen KI-Detektor wegen mangelnder Zuverlässigkeit (FAQ der Uni Bern).

Praxis-Tipps zur Risikominimierung:

  • Gemeinsame Literaturdatenbank mit Original-PDFs anlegen.
  • Wörtliche Zitate sofort mit Anführungszeichen und Seitenzahl markieren.
  • Vorab einen Selbst-Scan durchführen, um Auffälligkeiten zu korrigieren.

Vertraulichkeit bei Praxispartnern und vertraulichen Daten

Arbeiten mit Unternehmensdaten unterliegen seit dem revidierten Datenschutzgesetz 2023 strengeren Auflagen: „Privacy by Design“ und Meldepflicht bei Datenpannen sind nun Pflicht (Hinweise auf dem KMU-Portal des Bundes). Wer sensible Kundendaten auswertet, sollte daher:

  1. Einen Verarbeitungsvertrag mit dem Praxispartner abschliessen.
  2. Pseudonymisierung oder Anonymisierung der Datensätze nutzen.
  3. Eine kurze Datenschutz-Folgenabschätzung beilegen, wenn das Risiko hoch ist.

Notfallplan und Konfliktlösung bei Team-Diplomarbeiten

Sogar perfekt geplante Tandems erleben Turbulenzen. Ein Notfallplan gibt rechtliche und organisatorische Sicherheit.

Partnerausfall, Fristverlängerung und Einzelabschluss-Optionen

Notfall-Szenarien und Lösungen bei Diplomarbeiten im Team
Szenario Lösung Formaler Schritt
Krankheit > 30 Tage Fristverlängerung Ärztliches Attest – Antrag an Prüfungsausschuss
Rückzug eines Partners Fortführung als Einzelarbeit Neue Disposition + Anpassung des Umfangs
Komplettes Scheitern der Zusammenarbeit Auflösung + zwei Einzelthemen Gemeinsamer Antrag, oft mit Aufschub

Konfliktmediation durch Hochschule oder externe Coaches

Viele Hochschulen unterhalten Mediationstellen; eine externe Mediationssitzung bietet den Vorteil, dass beide Parteien die Kontrolle behalten und Kosten niedrig bleiben. Ergänzend hilft Team-Achtsamkeit, Konflikte früh zu entschärfen.

Dokumentation zur Absicherung gegenüber Prüfern

  • Wöchentliche Log-Einträge (Datum, Arbeitsstunden, Ergebnisse).
  • Abgesprochene Änderungen sofort im CRediT-Log vermerken.
  • Bei Konflikten: kurzes Protokoll mit Lösungsvorschlag an Betreuer senden.

SwissWrite als Partner für Diplomarbeiten im Zweierteam

Modulbaukasten: Ghostwriting, Statistik, Lektorat und Kolloquiumstraining

SwissWrite bietet einen flexiblen Dienstleistungs-Mix, der speziell auf Tandemarbeiten zugeschnitten ist. Sie wählen einzelne Module – etwa empirisches Design oder Statistik in R / SPSS – oder das Rundum-Sorglos-Paket inklusive Plagiats- und KI-Bericht sowie Kolloquiumssimulation.

Projektablauf mit SwissWrite: Briefing, Meilensteine, Abend-Support

  1. Kick-off: Telefonische Fachberatung, Klärung von Umfang & Reglement.
  2. Disposition: Kapitel-Matrix plus Zeitplan, geprüft von einem Schweizer Fachautor.
  3. Teilleistungen: Lieferung in Milestones, jeweils mit Feedback-Loop.
  4. Finale: Plagiats-Check, Formatprüfung, Kolloquiumstraining – auf Wunsch abends oder am Wochenende.
Case Study: Berufsbegleitende Doppelarbeit erfolgreich abschliessen

Zwei Vollzeit-Ingenieure beauftragten SwissWrite, ihre Mixed-Methods-Diplomarbeit in Teilmodulen zu begleiten. Durch klare Kapitelzuordnung, wöchentliche Status-Calls und einen gemeinsamen CRediT-Log konnten beide Kandidaten ihren Anteil transparent dokumentieren. Das Ergebnis: Note „gut“ und positives Feedback der Prüfer zu Struktur und Methodik – trotz minimaler Freizeit der Autoren. Die Pain-Points Zeitdruck, Statistik-Unsicherheit und Betreuermangel wurden vollständig entschärft.


FAQ

Wie oft sollte das Team den CRediT-Log aktualisieren?

Idealerweise nach jedem Arbeitstag oder spätestens, wenn ein Kapitelabschnitt fertiggestellt ist. So bleiben Verantwortlichkeiten jederzeit nachvollziehbar.

Zählt die Präsentation wirklich nur zehn Prozent der Note?

Formal oft ja, doch Prüfer nutzen das Kolloquium, um Verständnistiefe zu testen. Mangelnde Antworten können das Gesamtergebnis indirekt verschlechtern.

Kann man eine Diplomarbeit zu zweit schreiben, wenn die Partner in unterschiedlichen Städten leben?

Mit digitalen Boards, geteilten Literaturdatenbanken und wöchentlichen Video-Calls ist das problemlos möglich. Wichtig ist eine klare Kommunikations- und Dateibenennungskonvention.

Was passiert, wenn Plagiats-Software ein Fehl-Alarm auslöst?

Dokumentieren Sie alle Quellen sauber und speichern Sie die Original-PDFs. Bei einem Fehl-Alarm können Sie so nachweisen, dass korrekt zitiert wurde.

Erfahrungen mit Swisswrite

Was unsere Kunden sagen

J. W. Berufstätiger Student

Durch meine zeitliche Überlastung (Beruf und 2 Kinder) habe ich meine Gliederung plus zwei Kapitel an die Agentur abgegeben. Passt nahtlos zu meinem eigenen Schreibstil und erfüllt exakt die Wegleitung meiner Schule. Ich kann den Service nur weiterempfehlen.

Anonym Berufstätige Studentin

Konnte wegen Schichtdienst die Arbeit (Diplomarbeit HF FaGe) nicht fertigstellen. SwissWrite stellte einen Autor, der mein Manuskript fertigschrieb, meinen Teil lektorierte und alles gemäss Wegleitung formatierte. Abgabe pünktlich geschafft, danke für die tolle Unterstützung :)

Sara Berufstätige Studentin

Ich brauchte für meine CAS-Arbeit ein sauberes Forschungs­design (es ging um eine Analyse in meinem Unternehmen), durfte aber gegenüber meinem Arbeitgeber nichts durchsickern lassen, dass ich mir externe Hilfe hole. Die Agentur stellte mir diskret einen Autor mit langjähriger Forschungserfahrung zur Seite, der in zwei Tagen ein Konzept entwickelte, das meine Begleitexpertin ausdrücklich lobte. Daten, Name und Firma blieben unter Verschluss

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